Vom Freiberufler zur Ich-Marke

01.09.2017 Kategorien: Für Freelancer, Für Unternehmen

Jeder weiß, was eine Marke ist. Viele Menschen neigen dazu Markenprodukte zu kaufen, da sie der Meinung sind, diese würden eine deutlich bessere Qualität liefern. Als Freiberufler verkauft man keine Produkte, sondern seine eigene Dienstleistung. Und jeder Freiberufler möchte seine Dienstleistungen an neue Kunden verkaufen. Da liegt der Schritt nahe sich selbst als Marke etablieren zu wollen. Wie dies gelingen kann, soll dieser Beitrag klären.

Was ist meine Nische?

Bevor man sich selbst als Marke aufbauen kann, muss man sich positionieren. Nur ein grobes Fachgebiet zu wählen ist nicht ausreichend. Eine Spezialisierung ist wichtig für den Erfolg. Es ist ein Trugschluss, zu glauben mit einem weiträumigen Angebot mehr Kunden erreichen zu können. Je genauer die eigene Nische definiert ist, je präzisier kann die eigene Zielgruppe definiert werden.

Wer ist meine Zielgruppe?

Wie bereits erwähnt ist neben der Findung der eigenen Nische die Definition der eigenen Zielgruppe essentiell für den Erfolg. Eine grobes „weiblich und zwischen 20 und 40 Jahren“ ist nicht ausreichend. Aber nicht nur zu wissen wer die eigene Zielgruppe ist, sondern auch wo sie zu finden ist, ist klar zu bestimmen.

Für was stehe ich?

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Festlegung der eigenen Werte und Visionen. Für was möchte man stehen? Wie möchte man nach außen hinwirken? Wie möchte man gesehen werden? Wie möchte man wahrgenommen werden? Hierbei ist es ähnlich wie bei der Nischen- und Zielgruppendefinition, je konkreter, desto besser.

In was bin ich Experte?

Jetzt kommen wir zum Kernstück. Worin bin ich Experte? Was kann ich besonders gut? Elementar wichtig ist, dass das Expertenwissen zur eigenen Nische passt. Die Versuchung ist groß schnell auf Trends aufzuspringen, auch wenn sie nicht direkt in die eigene Nische passen.

Wie verbreite ich mein Expertenwissen?

Eine gute und günstige Möglichkeit sein Expertenwissen zu verbreiten, bieten Blogs. Heutzutage ist es super einfach einen eigenen Blog zu führen. Die Beiträge sollten einen deutlichen Mehrwert für die Leser haben, gut recherchiert, strukturiert und angenehm zu lesen sein. Hierbei gilt das Prinzip Klasse, statt Masse.

Auch sollte man die Möglichkeit von Gastbeträgen nutzen. Dies ist ein einfacher Weg um seine Bekanntheit zu erhöhen, neue Kunden zu erreichen und neue Kontakte knüpfen zu können.

Welche Social-Media-Kanäle wähle ich?

Nachdem bereits gut bestimmt wurde, wo die eigenen Zielgruppe zu finden ist, dürfe es kein Problem darstellen passende Social-Media-Kanäle auszuwählen. Denn einfach alle Social-Media-Kanäle zu bespielen ist wenig zielführend. Erreiche ich meine Kunde eher über Xing? Oder doch besser über Facebook?

Zudem sollte davon Abstand genommen werden, nur seine eigenen Beiträge auf den Kanälen zu teilen. Dies kann schnell als reine Eigenwerbung wahrgenommen werden und sich negativ auswirken. Das Promoten von fremden, passenden Inhalten schafft einen Mehrwert und unterstreicht die eigene Position als Experte.

Wieso ist eine E-Mail Liste so wichtig?

Kommt ein potenzieller Kunde auf die eigene Website, ist das ein erster kleiner Erfolg. Umso wichtiger ist es nun, diesen Kunden auch zu binden. Das allerwichtigste Tool, um mit den Kunden in Kontakt zu bleiben, ist eine eigene E-Mail-Liste.

Newsletter sollten regelmäßig verschickt werden und sollten ähnlich wie Blogbeiträge einen informativen, nützlichen Charakter haben. Kein Newsletter-Abonnenten möchte mit Werbebotschaften bombardiert werden. Zusätzliche Tipps oder auch einfach nur ein kurzer Teaser über neu veröffentliche Beiträge sind völlig ausreichend.

Was ist beim Corporate Design zu beachten?

Ein wichtiger Punkt der nicht vergessen werden darf ist das eigene Branding. Denn damit erzeugt man einen Wiedererkennungswert. Es ist anfangs nicht leicht einen eigenen Stil zu finden, aber man sollte sich unbedingt darüber Gedanken machen.

Das eigene Logo sollte im Idealfall die Unternehmensidentität wiederspiegeln. Auch Farben spielen eine wichtige Rolle und nicht zuletzt die Schriftarten. Sowohl das Logo, die Farben und die Schriftarten sollten sich wie ein roter Faden durch die eigenen Kanäle ziehen.

Vom Netz ins Real Life?

Aber nicht nur im Netz sollte man sich als Experte in seiner Nische positionieren, sondern auch im Real Life. Eine gute Möglichkeit bieten hierfür Branchenevents, BarCamps oder auch Stammtische. Solche Treffen eigenen sich prima zum Knüpfen neuer Kontakte und bieten zudem die Gelegenheit Vorträge zu halten, um seine eigene Expertise unter Beweis stellen zu können.

Fazit

Sich als Ich-Marke zu etablieren ist kein Sprint. Es erfordert viel Zeit, Beharrlichkeit, Engagement und Fingerspitzengefühl. Verwaiste Blogs und soziale Kanäle sind sehr viel schneller vergessen, als sie bekannt geworden sind. Also immer schön dranbleiben!