Wie schreibe ich eine Rechnung als Freiberufler?

30.10.2017 Kategorie: Für Freelancer

Jeder Freiberufler muss Rechnungen schreiben. Sie dienen nicht nur dem Erhalt des eigenen Honorars, sondern gelten als Einkommensnachweis gegenüber dem Finanzamt. Damit das Finanzamt Ihre Rechnungen anerkennt, sollten Sie einige Punkte beachten. Denn gerade zu Beginn der freiberuflichen Tätigkeit kann die Rechnungspflicht etwas überfordern. Was genau muss draufstehen? Brauche ich eine Rechnungsnummer und kann man das Datum auch weglassen?

Zuallererst muss die Unterscheidung zwischen Unter- oder Überschreiten der Kleinbetragssumme getroffen werden.

Liegt der Rechnungsbetrag unter 150 Euro müssen nur folgende Punkte genannt werden:

– Vollständiger Name und komplette Anschrift des Rechnungsstellers

– Rechnungsdatum

– Menge oder Umfang der erbrachten Leistung

– Bruttoentgelt

– Umsatzsteuersatz

Sollte allerdings die Betragssumme höher als 150 Euro sein, dann fällt die Rechnung etwas aufwendiger aus:

1. Vollständiger Name und die komplette Adresse des Rechnungsstellers

2. Umsatzsteueridentifikations– oder Steueridentifikationsnummer

3. Rechnungsdatum

4. Vollständiger Name und komplette Adresse des Empfängers

5. Fortlaufende Rechnungsnummer

6. Zeitpunkt der Lieferung

7. Menge oder Umfang und Art der Leistung

8. Umsatzsteuersatz von 7 oder 19 % oder Angabe über Umsatzsteuerbefreiung

9. Nettoentgelt

10. Umsatzsteuerbetrag, der auf das Nettoentgelt anfällt

Die Rechnungsnummer

Die Rechnungsnummer muss fortlaufend und lückenlos vergeben werden. Sie muss nicht zwingend mit 1 beginnen und darf auch eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben sein. Allerdings muss die Rechnungsnummervergabe für das Finanzamt nachvollziehbar sein.

Die erbrachte Leistung

Tätigkeiten werden häufig unterschiedlich besteuert. Darum ist es wichtig in der Rechnung seine erbrachte Leistung korrekt zu bezeichnen. Bei Unsicherheiten lieber einen Steuerberater zu Rate ziehen, denn wer etwas Falsches auf die Rechnung schreibt, kann bei einer Steuerprüfung finanzielle Konsequenzen spüren.

Die Kleinunternehmerregelung

Als Kleinunternehmer müssen Sie auf der Rechnung keine Umsatzsteuer mehr aufweisen. Hierbei recht der Hinweis: „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.“ Um als Kleinunternehmer vom Finanzamt anerkannt zu werden, muss dies vorab beantragt werden.

 

Wie schreibe ich eine Rechnung als Freiberufler?